Klimafahrt: Change the System not the Climate!

Die Klimakatstrophe geht weiter – unser Protest auch.

Mit einer “Klimafahrt” haben wir uns am 24.04 an den globalen Klimaprotesten beteiligt. Um jede Ansteckungsgefahr zu vermeiden, haben wir dafür die verhältnismäßig lange Strecke zwischen Wittelbacher- und Reichenbachbrücke für einen Protest auf dem Fahrrad ausgewählt. Dutzende Aktivistinnen und Aktivisten sind am Freitag zwischen 14 und 15 Uhr mit Schildern und Plakaten diese Strecke entlanggeradelt und haben gezeigt: Unser Widerstand geht weiter!

Zuvor hatten wir die Strecke mit Kreide, Plakaten und Bannern verschönert, um auch alle Passantinnen darauf aufmerksam zu machen, wie notwendig der Kampf gegen die Klimakrise (und damit auch die kapitalistische Form der Produktion) ist.

Und egal, wie viele Schilder die Polizei den Aktivist*innen abgenommen hat: Es sind immer welche übrig geblieben, und haben weiter ihre Runden um die Isar gedreht. Unser Protest lässt sich nicht unterdrücken!

Danke, dass ihr dabei wart!

Continue reading

Change the system – not the climate! Klimafahrt am 24.4.

Der Klimawandel geht weiter. Und während uns das dritte Dürrejahr in Folge droht, plant die Politik die nächste Abwrackprämie: Geldgeschenke dafür, dass man Autos kauft, die man nicht braucht und verschrottet, was noch fährt. Und stellt Schadstoffgrenzwerte zu Gunsten der Wirtschaft in Frage. Ein Hohn. Aber nicht mit uns!

Am 24.04 sollte der große Klimastreik stattfinden. In etwas veränderter Form wollen wir unseren Protest auf die Straße tragen – ohne Ansteckungsgefahr. Wir rufen auf zu einer Klimafahrt: am 24.4 werden wir zwischen 14 und 15 Uhr mit dem Fahrrad und Plakaten an der Isar unsere Runden zwischen der Wittelsbacher- und der Reichenbach-Brücke drehen. Jeder für sich – und doch gemeinsam.

Die Corona-Krise zeigt einmal mehr die Unfähigkeit dieses Systems, unsere Probleme zu lösen. Ob kaputtgespartes Gesundheitssystem, Abwrackprämie oder klimazerstörende Energiepolitik. Der Grund lautet stets: Profit. Zeit, unsere Zukunft selbst in die Hand zu nehmen- um sie zu retten. Wir fordern die Vergesellschaftung des Gesundheits- wie Energiesystems. Für eine demokratisierte Wirtschaft nach unseren Bedürfnissen. Das Energiesystem in unsere Hände! Kommt alle! Continue reading

Unsere Solidarität gegen eure Krise! – Klimastreik am 13.3.

Der Großstreik vor den bayerischen Kommunalwahlen wurde auf Grund der aktuellen Corona-Lage abgesagt. Wir haben heute aber trotzdem so gut wie möglich unsere Inhalte in München in die Öffentlichkeit gebracht. Denn für uns ist klar: Wahlen werden nicht ausreichen, um die Klimakrise (oder sonstige Krisen, vor denen die Menscheit steht) abzuwenden. Weil so lange wir im Kapitalismus leben, immer die Profitmaximierung das Maß aller Dinge sein wird, nicht die Bedürfnisse von Menschen und Natur.
Unsere Antwort: die Überwindung des Kapitalismus und der Aufbau einer solidarischen, nachhaltigen Gesellschaft. Dazu brauchen wir eine Organisierung der Menschen von unten, eine große Bewegung jenseits der Parlamente. Wir brauchen den echten politischen Streik mit den Gewerkschaften und allen Beschäftigten. Wir brauchen den zivilen Ungehorsam.

Deshalb sind wir heute erst mit einer Sponti durch das Uni-Viertel gezogen, um uns dann der Demo von Students for Future anzuschließen. Am Königsplatz, wo die Demo endete, haben wir eine Rede gehalten, in der wir unsere Positionen deutlich machen konnten.
Anschließend haben ein paar Leute noch mit einem Banner und Effekten an der Isar Aufmerksamkeit errregt, wo heute viele Menschen das gute Wetter genossen haben.

Wir hoffen, dass ihr euch nicht verunsichern lasst, dass wir auch in der kommenden Zeit solidarisch zusammenstehen, uns gegenseitig helfen, und gegen die Ungerechtigkeit kämpfen. Jetzt erst recht! Auf dass wir uns bald wieder auf der Straße sehen!

Aufruf zum Antikapitalistischen Block auf dem bayernweiten Streik am 13.3.!

Am 15.3. findet in Bayern die Kommunalwahl statt, die viele Klimaaktivist*innen als “Klimawahl” sehen. Doch die Klimakrise lässt sich nicht abwählen. Warum?

In den Parlamenten sitzen von uns gewählte Vertreter*innen der verschiedenen Parteien. Sobald diese jedoch an einer Regierung beteiligt sind, können wir immer wieder beobachten: sie handeln nicht im Interesse der Menschen, sondern im Interesse der Wirtschaft. Selbst “linke” Regierungen sind in diesem System oft gezwungen, zum Beispiel Privatisierungen von öffentlichen Einrichtungen, Subventionen für Energiekonzerne und Sozialkürzungen mitzutragen. Weil in diesem System große Investoren mit ihrem Kapital in die Politik eingreifen können. Weil selbst auf Kommunalebene die Profitmaximierung maßgeblich ist, nicht die Bedürfnisse von Menschen und Natur.

Das heißt: Alle paar Jahre ein Kreuz machen reicht nicht aus! Unsere Antwort auf die Klimakrise ist die Überwindung des Kapitalismus und der Aufbau einer solidarischen, nachhaltigen Gesellschaft. Dazu brauchen wir eine Organisierung der Menschen von unten, eine große Bewegung jenseits der politischen Institutionen. Wir brauchen den echten politischen Streik mit den Gewerkschaften und allen Beschäftigten. Wir brauchen den zivilen Ungehorsam. Lasst uns gemeinsam eine Gegenmacht zu den Banken und Konzernen aufbauen und das kapitalistische System stürzen!

Diese Perspektive wollen wir auf den bayernweiten Klimastreik tragen. Mit einem kämpferischen, antikapitalistischen Block!

Treffpunkt dafür am Freitag den 13.3. (pünktlich!) um 11:45 an der U-Bahn Theresienstraße.

Global Climate Strike am 29.11.

Am 29.11. waren wir mit einem antikapitalistischen Block auf dem Global Climate Strike in München vertreten. Es hat sehr viel Spaß gemacht, danke an euch alle, dass ihr dabei wart!

Mit unseren Redenbeiträgen, Parolen und Materialien haben wir lautstark darauf aufmerksam gemacht, dass die Klimakrise weder ein Problem des Konsums jedes einzelnen ist, noch durch ein paar kleine Reformen gelöst werden kann. Das Wirtschaftordnung, in der wir leben, basiert auf Konkurrenz und erzwungenem Wachstum. Wenn wir die Klimakrise aufhalten wollen, müssen wir die Systemfrage stellen!
Dafür gab es viel Zuspruch von anderen Demonstrant*innen. Offensichtlich glauben sehr viele Menschen nicht mehr an das Märchen von “grünen Kapitalismus”.

Rund um die Demo haben wir gleichzeitig Schilder mit Zitaten und Fakten zum Zusammenhang zwischen Klima und Kapitalismus aufgehängt und mit Sprühkreide Botschaften im öffentlichen Raum hinterlassen. Auch unsere große “System Change”-Fahne hat viele Fans gefunden! Beim nächsten Mal mehr davon…?

Aufruf zum Global Strike am 29.11.2019

Alle Politiker*innen und Parteien tragen neuerdings eine grüne Weste. Sie reden von Verzicht, von Klimaschutz und von Nachhaltigkeit. Aber passieren tut nichts. Das inhaltslose Klimapaket, der aufgeschobene Kohleausstieg und die Milliarden an klimaschädlichen Subventionen sind kein Versehen. Unsere Politik schützt nicht das Klima, sondern das System: Den Kapitalismus.

Und dieses System ist mit nachhaltiger Wirtschaft unvereinbar. Die fehlende Nachhaltigkeit kommt nicht zustande, weil einige Konzernchefs das so toll finden, sondern weil dieses Wirtschaftssystem zum unökologischen Produzieren verdammt ist. Das, im Kapitalismus herrschende, Konkurrenzgesetz zwingt die Unternehmen, so billig zu produzieren wie möglich, um am Markt auf lange Sicht bestehen zu können. Ein weiteres Resultat der Konkurrenz ist die unvermeidbar auftretende Überproduktion, die jedes Jahr tausende Kilo Lebensmittel und andere Güter verschwendet.

Wir leben also in einem System, das in erster Linie nicht die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse zum Ziel hat, sondern einzig und allein dafür existiert, so viel Profit wie möglich für einige Wenige zu schaffen. Wenn Politiker*innen heute von “Verzicht” und “nachhaltigem Konsum” reden, dann tun sie das auch, um die Verantwortung für die Lösung der Klimakrise auf die arbeitenden Menschen abzuwälzen. Statt aus der Kohle auszusteigen, wird lieber an den einzelnen appelliert, doch teureren Ökostrom zu beziehen; statt die Bahn kostenlos zu machen, wird über die moralische Verkommenheit von Billigfliegern lamentiert.

Das wollen wir uns nicht mehr erzählen lassen.

Natürlich ist es gut bspw. weniger Fleisch zu essen, nicht jedes Jahr ein neues Smartphone zu kaufen oder mehr Fahrrad zu fahren, aber individuelle Konsumentscheidungen werden die Klimakrise nicht lösen. Dabei wird nämlich die Wurzel des Problems ignoriert: Der Zwang zu Profiten.

Greta Thunberg sagt: “Wenn Lösungen in diesem System so schwer zu finden sind, dann sollten wir vielleicht das System ändern.” Und sie hat Recht. Wenn wir die Klimakrise noch in den Griff kriegen wollen, dann müssen wir denen, die davon profitieren, unsere Umwelt zu zerstören, die Kontrolle über die Wirtschaft entreißen: den großen Banken und Konzernen.

Wir brauchen eine Wirtschaft, die nicht von einigen Wenigen, sondern von uns allen kontrolliert wird. Das ist möglich – wenn wir uns zusammenschließen. Denn der größte Teil der Menschheit hat kein Interesse an der profitgetriebenen Klimazerstörung.

Gemeinsam haben wir die Kraft, dieses System zu beenden. Am Freitag, den 29.11.2019, werden wir deshalb einen antikapitalistischen Abschnitt auf dem Global Strike bilden. Schließt euch uns an! Wir treffen uns um 11.30 Uhr vor dem NS-Dokuzentrum.

Dresscode: bunt, laut und kämpferisch

Aufruf zum Klimastreik am 20.9.2019

Am 20.September werden weltweit Menschen auf die Straße gehen, um gegen die Politik der Klimawandler zu protestieren. Auch in München wird es eine Großdemonstration geben. Wir rufen alle Menschen auf, sich an dieser zu beteiligen!

Das “Offene Antikapitalistische Klimatreffen München” hat zu einer antikapitalistischen Beteiligung auf dem Klimastreik aufgerufen. Wir werden uns ihnen anschließen und fordern euch alle auf, es uns gleich zu tun.

Hier der Aufruf zur Demonstration:

Sie sagen, um das Klima zu retten, müssten wir nur den Gürtel etwas enger schnallen. „Ethischer“ konsumieren, „nachhaltiger“ kaufen, „grüner“ leben. Aber das ist eine Lüge. Denn einen ethischen, nachhaltigen und grünen Kapitalismus kann es nicht geben.

Der Kapitalismus basiert auf der permanenten Ausdehnung der Märkte. Je schneller Produkte kaputt gehen, desto mehr können die Konzerne verkaufen. Also bauen sie die Produkte so, dass sie möglichst schnell veraltet, kaputt oder unbrauchbar sind. Deswegen kann kapitalistische Produktion niemals „nachhaltig“ sein.

Der Kapitalismus funktioniert über die Konkurrenz der Produktion. Es setzt sich durch, wer billiger produziert. Und das sind die Massentierhalter, die Insektizidversprüher und Kohleverfeuerer. Weil Umweltzerstörung kurzfristige Profite verspricht, strömt das Geld der Investoren in jene Produktionsarten, die unsere Lebensgrundlagen zerstören. Bei uns – und vor allem in anderen Ländern. Um sich selbst einen grünen Anstrich zu geben, verlagern die Konzerne ihre klimazerstörenden Maßnahmen auf andere Kontinente. Dort werden dann der Regenwald abgeholzt, Billiglöhne gezahlt, Arbeiter*innenrechte mit Füßen getreten und das Klima wie die Gesundheit und Umgebung der Menschen durch brutale Produktionsbedingungen zerstört. Deswegen kann es keinen „grünen“ Kapitalismus geben.

Im Kapitalismus wird die Wirtschaft von einigen wenigen kontrolliert. Um die Interessen der großen Masse der Menschen bei der Produktion zu berücksichtigen, müsste die Entscheidung, was, wie viel und wie produziert wird, demokratisch getroffen werden. Aber das kapitalistische Eigentum lässt eine demokratische Kontrolle der Produktion nicht zu. Deswegen wird es niemals einen „ethischen“ Kapitalismus geben.

Wir haben entschieden, das nicht mehr hinzunehmen. Wir wollen uns nicht mehr erzählen lassen, die für einen Mindestlohn schuftende Alleinerziehende sei schuld an der Klimakatastrophe, weil sie einmal im Jahr nach Mallorca fliegt. Wir wollen die wahren Schuldigen benennen – und entmachten: das Kapital und seine Vertreter.

Dafür wollen wir am Freitag, den 20.September gemeinsam auf die Straße gehen. Schließt euch uns an, kommt in den antikapitalistischen Block!

Dresscode: bunt und kämpferisch.

Wir treffen uns um 11.30 Uhr vor dem NS-Dokuzentrum und sammeln uns dort beim Hochtransparent mit der Aufschrift “Klimakampf ist Klassenkampf”. Erscheint zahlreich – es ist höchste Zeit!

Gute Nachrichten!

(Video der Aktion)

Fast 1000 erfreuliche Schlagzeilen finden sich aktuell in Münchens Zeitungskästen! Warum? Darum:

Wir haben die Plakate der Zeitungskästen mit Nachrichten ersetzt, die wir gerne lesen möchten! Hier findet ihr unseren passenden Flyer dazu mit allen Infos und Fakten:

RWE wird enteignet? Die Bahn kostenlos? Und BMW stellt die SUV-Produktion ein? Leider nein.

Diese Schlagzeilen haben wir uns ausgedacht. Weil wir nicht mehr länger Berichte über hohe Mehrwertsteuern, moralische Selbstgeißelung und fiese Konsumenten lesen wollen. Wir wollen eine Veränderung. Die Überschriften auf diesem Zeitungskästen sind unsere Vorschläge für Nachrichten, die wir gerne produzieren wollen. Als ersten Schritt. Wir finden: es ist an der Zeit, den Druck auf Politik und Konzerne zu erhöhen. Denn die wollen die Verantwortung für die Lösung der Klimakrise auf uns abwälzen – und sie damit ungelöst lassen. Wir werden das nicht mehr hinnehmen.

Jede unserer Nachrichten könnte die Bundesregierung Realität werden lassen. Allein: sie tut es nicht. Denn die Politik unserer Regierung zielt nicht darauf ab, die Klimakrise zu lösen. Sondern darauf, die Konzerne und ihre Interessen zu vertreten. Wenn wir diese Schlagzeilen Realität werden lassen wollen, dürfen wir deswegen nicht auf die Politik vertrauen. Wir müssen unsere Interessen selbst vertreten.

+++ Deutsche Bahn wird kostenlos +++ Inlandsflüge werden eingestellt +++

Continue reading