#UnfuckAktionärsversammlung – 5. Februar 2020

Am 5. Februar findet in der Münchner Olympiahalle eine Versammlung statt, auf der sich die wohl letzte Chance bietet, zu verhindern, dass Siemens dem multinationalen Großkonzern Adani beim Bau einer riesigen Kohlemine hilft.

Diese Mine würde knapp 60 Millionen Tonnen Steinkohle im Jahr fördern. 60 Millionen Tonnen Kohle: diese zu verbrennen, würde mehr CO2 im Jahr freisetzen, als der gesamte Auto- und Flugverkehr Deutschlands zusammen.

Würde Siemens den Minenbau nicht unterstützen, gäbe es eine ernsthafte Chance, ihn zu verhindern. Denn fast alle anderen möglichen Partnerfirmen sind wegen der enormen Proteste gegen die Mine bereits abgesprungen. Nur Siemens nicht.

Die Versammlung am 5.2. entscheidet also über unser aller Zukunft. Aber trotzdem können wir nicht alle mitentscheiden.

Allein das Ticket für die Versammlung kostet über 100 Euro. Und wie stark die eigene Stimme bei der Abstimmung zählt, hängt davon ab, wie viel Geld man investiert hat. Deshalb zählt bei dieser Abstimmung eigentlich nur die Ansicht der Banken, Konzerne und Großaktionäre. Und die entscheiden anhand der Frage, was ihnen am meisten Profit bringt. Klingt undemokratisch? Willkommen im Kapitalismus. Willkommen auf der Siemens-Aktionärsversammlung!

Zeit, das zu ändern. Zeit, unsere Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Zeit, die Aktionärsversammlung zu einer Bürgerversammlung zu machen!

Am 5.Februar treffen wir uns um 8Uhr vor der Olympiahalle. Wir werden uns in die Schlange für den Einlass stellen – alle zusammen. Wir werden Zutritt verlangen und eine demokratische Abstimmung. Und wir werden uns nicht wegschicken lassen. Denn die Klimakrise ist zu ernst, um Entscheidungen wie diese den Banken, Konzernen und sonstigen Großaktionären zu überlassen.

Und wenn sie uns nicht reinlassen? Dann kommt auch sonst niemand rein. Denn unsere Schlange wird lang sein. Und unbeweglich. #alleoderkeiner

Schließt euch uns an! Nur wenn wir viele sind, können wir zeigen, was wir von der Entscheidungsgewalt der Reichen über unser aller Zukunft halten. Machen wir die Aktionärsversammlung zu einer Bürgerversammlung! Es ist höchste Zeit!

Treffpunkt: 5. Februar, 8:00 Uhr, Coubertin-Platz vor der Olympiahalle

Kommt vorbei!

Siemens unter Druck setzen! #stopadani

Der CEO von Siemens, Joe Kaeser, hat verkündet, an der Zusammenarbeit mit Adani festzuhalten! Eine völlig wahnsinnige Entscheidung: eine riesige Kohlemine zu bauen, während der Klimawandel überall zu spüren ist und Australien, in dem die Mine errichtet werden soll, zu großen Teilen brennt. Wir werden weiter mit der Klimabewegung zusammen SIemens unter Druck setzen! Hier Aktionen und Statemente von uns aus den letzten Tagen:


Mitarbeiter-Flyer

Wir sind heute früh aufgestanden, um Flyer an die Beschäftigten von Siemens zu verteilen.

In den nächsten Tagen werden wir und viele andere Klima-Aktivistinnen vor verschiedenen Siemens-Standorten dagegen protestieren, dass Siemens den multinationalen Großkonzern Adani dabei unterstützen will, eine riesige Kohlemine in Australien zu bauen. Dabei sind wir überzeugt: Hätten die Beschäftigten von Siemens in dieser Frage etwas zu sagen, würde dieser Vertrag nicht zustande kommen!

Denn die Klimakrise trifft uns alle – von Investitionen in Kohle, Öl und in klimaschädliche Formen der Produktion profitieren jedoch nur die großen Investoren. Die Forderung nach mehr Klimaschutz und die Forderung nach mehr Mitbestimmung im Betrieb gehören für uns deswegen zusammen!

Um das klarzumachen, haben wir uns heute direkt an die Beschäftigten von Siemens gewandt. Dabei haben wir viele positive Rückmeldungen erhalten und interessante Gespräche geführt.

Die Forderungen der Klima- und der Arbeiter*innenbewegung gehören zusammen! Und gemeinsam haben wir die Kraft, die Klimakatastrophe (und jene, die davon profitieren, sie zu befeuern) aufzuhalten!

 


Kundgebung vor Siemens

Warum Siemens trotz der riesigen Proteste dagegen Adani dabei unterstützt, eine riesige Kohlemine zu bauen? Weil es Profit bringt.

Den Ausschlag werden dabei nicht die läppischen 18 Millionen Dollar gegeben haben, die Siemens der Vertrag mit Adani einbringen wird. Sondern das Signal an alle anderen Kapitalisten: “Wir sind vertragstreu – auch wenn es dem Klima schadet und auch wenn dagegen protestiert wird.” Eine Investition in die Zukunft für Joe Kaeser. Und eine Gefahr für unsere Zukunft.
Das Vorgehen von Kaeser zeigt einmal mehr, was wir schon lange wissen: es gibt keinen “grünen Kapitalismus” und es gibt keine “grünen Konzerne”. Das Mäntelchen der Nachhaltigkeit, das auch Siemens sich so gerne überzieht, ist nichts als ein PR-Gag. Bei Siemens wie auch anderswo.
Deshalb: #SiemensEnteignen – Zeit, dass wir die Kontrolle über unsere Wirtschaft übernehmen. Und fortan demokratisch entscheiden, was produziert wird und was nicht.

Dafür waren wir heute auf der Straße und haben gemeinsam mit FFF und vielen anderen Klimaaktivistinnen vor Siemens Konzernzentrale unseren Protest ausgedrückt – gegen Joe Kaeser, gegen Adani und gegen eine Wirtschaft in den Händen der Wenigen.

 


Ankündigung:

Proteste bei der Siemens Aktionärs-Versammlung am Mittwoch, 5. Februar. Genauere Infos folgen!

Gegen die Zusammenarbeit von Siemens und Adani!

Gestern wurde bekannt, dass Siemens den Großkonzern Adani dabei unterstützt, eine neue Kohlemine im Nordosten Australiens zu bauen. Es soll eine der größten der Welt werden. Mitten in der Klimakrise.

Adani ist ein multinationaler Großkonzern, der vor allem Rohstoffe abbaut und mit diesen handelt. Gegen den Bau seines neuen Kohlekraftwerks gibt es starken Widerstand.
Viele Konzerne haben deswegen ihre Zusammenarbeit mit Adani aufgekündigt. Nun ist Siemens eingesprungen und wird die benötigte Technik für den Kohleabbau liefern. Die Technik von Siemens ist ein wichtiger Teil des Projektes. Ohne die Unterstützung von Siemens könnte es also nicht stattfinden.

Jede neue Kohlemine bedeutet einen weiteren Schritt in die Klimakatastrophe. Und zusätzlich zu den fatalen Auswirkungen auf das Klima gefährdet dieses Projekt auch das Great Barrier Reef und zerstört die Lebensgrundlage der indigenen Bevölkerung. Aber Großkonzerne wie Siemens stellen – natürlich – die Profite vor die Menschen.

Heute morgen haben wir daher ein Transparent vor der Siemens-Zentrale in München aufgehängt und die Mitarbeit des Konzerns an der Zerstörung der Zukunft von uns allen angeprangert. Wir nehmen nicht hin, dass in unserem System die Profite von Firmen wichtiger sind als das Wohlbefinden der Menschen. Für ein ökologisches und soziales
Wirtschaftssystem!