VERSCHOBEN: Das Fleischkapital

Featured

 

WEGEN TECHNISCHER PROBLEME VERSCHOBEN – ENTSCHULDIGUNG!

+++++++++++

Liebe Freundinnen und Freunde,

Unglücklicherweise hatten wir mit technischen Problemen zu kämpfen, die in dieser Art noch niemals aufgetreten sind – wir haben uns deswegen entschieden, den Vortrag zu verschieben. Es tut uns wahnsinnig leid! 

In den nächsten Tagen werden wir den neuen Termin veröffentlichen- dann ohne technische Probleme!

++++++++++++

Immer mehr Menschen in Deutschland leben vegetarisch oder vegan – und trotzdem wird jedes Jahr mehr Fleisch produziert. Dahinter steht eine stark monopolisierte Industrie, die ihre Profite auf der massiven Ausbeutung von Mensch und Tier begründet. Arbeitszeiten von 12-14 Stunden stellen in der Tierindustrie keine Seltenheit dar, viele der Arbeiter*innen leben in Baracken und sind der Willkür ihrer Vorgesetzten vollständig ausgeliefert. 

Wie genau funktioniert die Fleischindustrie, welche Strategien verfolgt das Fleischkapital – und wie können wir gegen die massive Ausbeutung von Tier und Mensch, die sie betreibt, wirksam vorgehen?
 
Ein Online-Vortrag mit Christin Bernhold von dem Bündnis “Marxismus und Tierbefreiung”.
 
Mittwoch, 1.Juli, 19 Uhr – Stream auf klimaguerilla.noblogs.org
 
 
 

Das Fleischkapital – Entschuldigung!

Liebe Freundinnen und Freunde,

Leider hatten wir mit unerwarteten technischen Problemen zu kämpfen, die niemals zuvor aufgetreten sind. Wir werden einen alternativen Termin in den nächstens Tagen veröffentlichen! Dann mit guter Technik – es tut uns unendlich leid! 

 

Kohlewiedereinstieg stoppen!

Heute hat die Bundesregierung das sogenannte “Kohleausstiegsgesetz” endgültig auf den Weg gebracht, damit es nächste Woche Freitag den 3.7. vom Bundestag beschlossen werden kann. Das Gesetz plant den schrittweisen “Aus”stieg aus der Kohleverstromung bis 2038. Es sollte eigentlich “Kohleeinstiegsgesetz” heißen, denn es sorgt tatsächlich für eine Verlangsamung des Ausbaus erneuerbarer Energien, hält Kohlekraftwerke länger als nötig am Leben, und sichert Betreibern der Kraftwerke ihre Gewinne. Mit Gesetzen wie diesem wird es unmöglich, den Klimawandel auf ein erträgliches Maß zu begrenzen. Noch vor einem Monat wurde nahe Dortmund ein neues Steinkohlekraftwerk in Betrieb genommen, Datteln 4. So sieht die angebliche Energiewende in Deutschland aus!
 
Braunkohleunternehmen wie LEAG und RWE bekommen insgesamt 4,35 Milliarden Euro an Steuerzahlungen als sogenannte “Entschädigung” für den Kohleausstieg, ohne nachvollziehbare Gegenleistung. Die Kohlekraft ist in Deutschland längst unrentabel geworden: Es wird ein Verlust von 1,8 Milliarden Euro bis 2022 vorausgesagt – da spielt der gut bezahlte Ausstieg den Betreibern bestens in die Karten. Der Ausstiegsplan der Bundesregierung und des Kraftwerkbetreibers LEAG stimmen fast überein: Nur ein Jahr später wäre das Unternehmen sowieso aus der Kohleverstromung ausgestiegen
Übrigens wird die Deutsche Bahn einen großen Teil ihres Stroms von Datteln 4 beziehen. Datteln 4 verursacht jährlich die Emissionen von 4,4 Millionen Flügen der Distanz von Frankfurt nach New York. Die Bahn wirbt mit dem Spruch “100% grün reisen”, während sie 25% ihres Energiebedarfs mit Kohlestrom aus dem neuen Kraftwerk deckt.
 
Das “Kohleausstiegsgesetz” sichert zudem RWE zu, die Bewohner der Dörfer um den Tagebau Garzweiler für den Braunkohleabbau umzusiedeln. Braunkohle ist der dreckigste Energieträger, den es gibt, und trotzdem sollen dafür weiterhin Menschen vertrieben und jahrhundertealte Wälder wie der Hambacher Forst gerodet werden.  
 
Auch in München haben wir ein Steinkohlekraftwerk, für das schon 2017 ein Bürgerentscheid die sofortige Abschaltung beschlossen hat. Die Bundesnetzagentur hat jedoch ein Veto gegen den Entscheid eingelegt und der Stadtrat verhindert die Umsetzung mit schwammigen Beschlüssen. Somit wird im Münchener Norden weiterhin Kohle verbrannt, die unter Anderem in Russland unter ausbeuterischen und umweltzerstörerischen Bedingungen abgebaut wird.
 
Die fossile Brennstoff-Industrie steht bei jeder Gelegenheit einem Wandel im Weg während wir auf eine globale Katastrophe zurasen. Hier wird zu Gunsten von Unternehmen und auf Kosten des Klimaschutzes gehandelt. Der Kohleausstieg wird verlangsamt und den Betreibern der Kraftwerke wird Geld zugeschoben, das für den Ausbau erneuerbarer Energien dringend gebraucht wird. Ein Wirtschaftssystem, in dem Konkurrenz und kurzfristige Interessen einiger Weniger zählen, und nicht langfristig angelegte Planung, verhindert die Lösung der Klimakrise. Wir brauchen also einen Systemwandel. Wir fordern ein Energiesystem in unseren Händen, gespeist von erneuerbaren Energien, und den sofortigen Ausstieg aus der Kohleverstromung!
 
Das funktioniert nur, wenn wir gemeinsam über die Energiewende entscheiden, anstatt Aktionär*innen aufgrund ihres Profitinteresses. Das Energiesystem müssen wir vergesellschaften und unter demokratische Kontrolle stellen!

Was besseres als die Abwrackprämie…?

„Wer bessere Vorschläge hat, soll kommen“ sagt der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann und verteidigt eine Kaufprämie auch für Verbrennermotoren. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe, Feinstaubalarm in den Städten und Abgas-Skandal eine unglaubliche Frechheit! Es gibt unzählige Stellen, an denen das Geld für eine Abwrackprämie besser investiert wäre. Um das zu zeigen, haben wir heute Mercedes-Benz einen Besuch abgestattet. Mit Kreide, Transparent und Schildern wurde die Umgebung verschönert. 

Vorher wurde von uns zu dem Thema auf der Kundgebung #NichtAufUnseremRücken am nahen Rotkreuzplatz eine wütende Rede zu dem gleichen Thema gehalten, hier der Text:

Die Pläne für die Abfuckprämie sind ein riesiges “Fuck You” ins Gesicht
von uns allen. Von den kleinen Selbständigen, die nach Monaten ohne Einnahmen und mit horrenden Mietausgaben jetzt Insolvenz anmelden müssen. Von den tausenden Angestellten und Arbeiterinnen, die jetzt monatelang Gehaltseinbußen hinnehmen mussten — und das in einer Stadt, in der die Miete im Schnitt 50 Prozent des Gehalts auffrisst.

Von den Geflüchteten, um deren Unterkunft nach den ersten Corona-Fällen einfach ein dicker Zaun gezogen wurde, statt die Menschen schnellstmöglich in dezentralen Wohnungen unterzubringen.

Und von den Kindern und Jungentlichen, die aller Vorrausicht nach miterleben werden, wie die Erde durch die Klimakatastophe schrittweise unbewohnbar wird.

Allen wird gesagt: Es ist leider kein Geld da. Aber die Abwrackprämie zeigt einmal mehr: Das ist eine Lüge. Es ist genug Geld da, um BMW zu beschenken, die erst letzten Monat 1,6 Milliarden Euro Dividende an ihre Aktionäre ausgeschüttet haben.

Es ist genug Geld da, um VW zu beschenken, die wahrscheinlich über drei
Milliarden Euro Dividende ausschütten – trotz Abgasskandal.Es ist genug Geld da, um es den großen Kapitalisten und Investoren hinterherzuwerfen. Continue reading

Abfckprämie verhindern

Die Pläne für die Abwrackprämie sind ein riesiges “Fuck You” ins Gesicht von uns allen. Von all jenen, die in der Krise um ihre Existenz kämpfen müssen, den prekäre Beschäftigten, den Geflüchteten in Moria und in den Lagern hier in München, den Alleinerziehenden, den arbeitenden Menschen. Von allen, denen gesagt wurde: Es ist kein Geld da.
Die Abfckprämie zeigt einmal mehr: Das ist eine Lüge.
Es ist Geld da, um die Zerstörung unserer Erde weiter zu befeuern. Es ist Geld da, um das Bankkonto von Menschen wie Stefan Quandt und Susanne Klatten weiter zu befüllen, um die Verschrottung von Autos anzukurbeln, die noch fahren und den Kauf von solchen anzutreiben, die keiner braucht. Die Abfckprämie ist ein riesiges Fuck You an alle Kinder und Jugendlichen, die auch, wenn sie alt sind, noch auf dieser Erde leben wollen.

Uns langt es! Wir rufen auf zum Protest gegen die Abwrackprämie, gegen die Abwälzung der Krise auf den Rücken der arbeitenden Menschen und der Umwelt. Wir rufen auf zur Beteiligung an der Kundgebung #nichtaufunseremruecken von Zukunft erkämpfen. Werden wir laut, zeigen wir, dass wir uns das nicht bieten lassen. Kommt alle!

Freitag, 29.05, 17 Uhr, Rotkreuzplatz München

(Aufruf)

 

Aus Freude am Klimaschutz!

 

BMW, VW und andere Autohersteller fordern eine staatliche “Abwrackprämie”, auch für Autos mit Verbrennungsmotoren. Das heißt: mehr Autos, und zwar um jeden Preis. Und das trotz Klimawandel, Dürren, gesundheitlichen Schäden durch Feinstaubbelastung und umweltschädlicher Produktion. Und dafür soll jetzt mit Steuermitteln bezahlt werden.

Macht nicht so viel Sinn, oder? Deshalb haben wir ein kurzes informatives Video gemacht über die Abwrackprämie, Krisen im Kapitalismus, und was unser Vorschlag einer Alternative wäre.

Online-Podiumsdiskussion am 14.5.

Back to normal means back to Climate Crisis – Podiumsgespräch über Corona als Herausforderung und Chance für die Klimagerechtigkeitsbewegung

Donnerstag 14.Mai, 19.30 Uhr

Fahrraddemos, Onlinevorträge und Diskussionen, Solinetzwerke und politische Spaziergänge – Trotz Versammlungsverbot und Einschränkungen der Grundrechte durch Corona führen wir unsere Kämpfe fort und suchen in der Krise nach neuen Strategien, hin zu einer freien ökologischen Gesellschaft und einem guten Leben für Alle.

Die Pandemie macht uns als politisch arbeitenden Gruppen zu schaffen, das was wir tun lebt eigentlich von sozialem Austausch, es ist eine Herausforderung den Schutzmaßnahmen entsprechend zu handeln und trozdem aktiv zu bleiben. Aber die besondere Situation zeigt uns auch neue Perspektiven auf.
Wir sehen, wie schnell es möglich ist wirtschaftlich tiefgreifende Veränderungen durchzusetzen, wenn die Politik es will. Wir brauchen endlich eine Politik, die ebenso tiefgreifende Maßnahmen einsetzt, um die Klimakrise und die damit verbundene Sozialeungerechtigkeit zu bewältigen. Continue reading

Online-Veranstaltung Di 5.5.: Konsum als Klassenfrage?

“Wir leben auf Kosten von anderen. Der globale Norden lebt auf Kosten des globalen Südens. Die Menschen in den westlichen Industrieländern müssen sich von der Kultur des Massenkonsums und des ‚immer mehr und immer weiter‘ verabschieden.” 
Solche oder ähnliche Aussagen haben wir in der Klimabewegung alle schon einmal gehört. Und es stimmt – die globalen sozialen und ökologischen Ungleichheiten sind enorm und die Lasten der globalen ökologischen Krise sind äußerst ungleich verteilt. Doch wie sind diese Ungleichheiten so zu bearbeiten, dass die bestehenden Spaltungen zwischen Klima und Arbeiter*Innenbewegung nicht weiter vertieft werden? Welche Chancen und welche Risiken bietet die Fokussierung der Klimabewegung auf den Massenkonsum und wie kann eine fundierte Kritik von links daran aussehen?
Hans Rackwitz ist Soziologe und arbeitet am Arbeitsbereich Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Universität Jena. In seiner Dissertation beschäftigt er sich mit dem Zusammenwirken von Klassen- und Naturverhältnissen. Am 5.5. wird er die verschiedenen Zusammenhänge von Klasse und Natur beleuchten und Sinn und Unsinn der weit verbreiteten Kritik des Massenkonsums diskutieren.

Share-Pic