Beteiligung am BOSCH-Aktionstag

Gemeinsam kämpfen gegen Entlassungen und Klimazerstörung

BOSCH möchte sein Werk in München Berg am Laim schliessen. Sie behaupten, der Grund seien E-Autos und wir bräuchten E-Autos für den Schutz des Klimas. Aber beides ist gelogen! In Wirklichkeit will BOSCH nur eines: Die Löhne drücken, indem sie die Produktion ins Ausland verlagern. So können Verbrenner, die den Klimawandel befeuern, in anderen Ländern weiter produziert werden – und werden die Menschen hier arbeitslos gemacht. Und all das unter einem grünen Anstrich.

Aber es gibt keine Entlassungen für den Klimaschutz. Die BILD-Zeitung, die Konzernchef:innen und CEOs wollen einen Keil treiben zwischen die Klimabewegung und die Beschäftigten der Automobilwerke. Sie faseln von “hunderttausenden Entlassungen”, die der Klimaschutz erfordern würde und setzen dabei einen traurigen Gesichtsausdruck auf. Aber wir lassen uns nicht verarschen. Wir wissen: Sie wollen nicht das Klima schützen, sie wollen nur ihre Profite erhöhen.

Es gibt tausende Industrieprodukte, die wir dringend brauchen, um den steigenden Temperaturen Einhalt zu gebieten: Solaranlagen und Windkrafträder, Wärmepumpen, Busse und Bahnen für den öffentlichen Verkehr. Und es gibt hunderttausende Menschen, die die Fähigkeit haben, ebendiese Produkte herzustellen. Allein: sie dürfen nicht. Denn die Logik des Kapitals gebietet, dass nur hergestellt werden soll, was Profite bringt – und nicht das, was wir brauchen.

Die Profite des Kapitals sind der Grund für die steigenden Emissionen, ebenso wie sie der Grund für Entlassungen und Lohndrückerei sind. In der Logik des Kapitals zählen die Profite der Wenigen mehr als die Zukunft der Vielen. Stellen wir uns dieser Logik entgegen. Kämpfen wir gemeinsam gegen Klimawandel und Entlassungen und für eine Produktion nach den Bedürfnissen von Mensch und Natur statt für den Profit!

Klimakampf ist Klassenkampf!

Kommt mit uns zum Bosch-Solidaritätstag der IG Metall am 19.11. Wir treffen uns um 11.00 Uhr an der Kreillerstrasse Ecke Skt. Veit Strasse. Gegen Klimakrise und Entlassungen!

Lützerath bleibt! Mobilisierung zu Tag X

Der Tagebau Garzweiler ist eine von drei noch aktiven Gruben im Rheinischen Braunkohlerevier. Allein in diesem Tagebau will RWE auf einer Fläche von 48 Quadratkilometern bis 2038 noch 670 Millionen Tonnen Braunkohle fördern, die dann in den Kraftwerken Frimmersdorf und Neurath verbrannt wird. Dafür sollen auch 6 Dörfer zerstört und die Bewohner:innen zwangsweise umgesiedelt werden. Als nächstes soll die Ortschaft Lützerath dem Erdboden gleichgemacht werden. Das Dorf liegt schon direkt an der Abbaukante, die Bagger stehen quasi vor der Haustüre.

Doch es regt sich Widerstand. Aktivist:innen haben verschiedene Häuser und eine Wiese in Lützerath besetzt und Strukturen zur Verteidigung gebaut. Außerdem weigert sich der Bauer Eckhardt Heukamp, seinen Hof in Lützerath an RWE zu verkaufen. Deshalb läuft aktuell ein Enteignungsverfahren gegen ihn, das die Räumung und Zerstörung des Dorfes bisher aufgehalten hat. Doch das Gericht wird in den nächsten Wochen eine Entscheidung treffen und es ist sehr wahrscheinlich, dass die Klassenjustiz eher den Interessen von RWE stattgibt als sich um unsere Zukunft zu scheren.

Aus diesem Grund rufen wir zu Aktionen am Tag X, dem Tag der Räumung von Lützerath auf. Wir machen auf das Thema in unserer Stadt aufmerksam und zeigen, dass die Zerstörung dieses kleinen Dorfes Auswirkungen auf uns alle hat. Und wir organisieren Anreisen, um den Widerstand vor Ort zu unterstützen und die Räumung für RWE und das Land NRW so teuer wie möglich zu machen.

Achtet auf Ankündigungen! Schließt euch uns an! Lützerath bleibt!

Stadtspaziergang: Lützerath bleibt, Eigentumsfrage stellen

Wir wollen die Widersprüche, die im Kapitalismus zwangsläufig existieren und in Lützerath deutlich sichtbar werden, bei einem Stadtspaziergang erkunden.
Wir stellen uns die Frage: Was passiert da gerade in Lützerath und warum passiert das? Warum werden hier zwecks „energiewirtschaftlicher Notwendigkeit” Bauernhöfe zwangsenteignet? Wie wird dort von unten nach oben umverteilt und was sollte eigentlich enteignet werden? Antworten auf diese Fragen findet ihr am 30.10 um 18:00. Wir treffen uns am Odeonsplatz, von da an gibt es einen gemütlichen Stadtspaziegang mit Input. Strömt zuhauf!

Anreise nach Lützerath: RWE enteignen, Lützerath bleibt!

Überschwemmungen, Dürren und Hitzewellen. All diese Auswirkungen des Klimawandels sind uns in diesem Jahr noch viel näher gekommen. Nicht zuletzt mit den großen Überschwemmungen in Nordrhein Westfalen und der Rheinland-Pfalz. Doch nicht einmal die Hunderten toten, vermissten und existenslosen Menschen direkt vor ihrer Haustür können RWE davon abhalten, ihren menschenverachtenden und klimaschädlichen Kohleabbau weiterzuführen.
Klar ist: Kohle als Energieträger ist einer der klimschädlichsten, den es überhaupt gibt. Doch nicht nur das. Damit Kohlekonzerne ihre Tagebauten vergrößern können, lassen sie seit Jahrezenhten Dörfer enteignen. So auch jetzt. Direkt am Rande des Garzweilers stehen noch die letzten Überreste des Dorfes Lützerath. Seit über einem Jahr werden Teile der Dorfinfrastruktur zerstört und abgerissen. Mittlerweile steht der Kohlebagger nur noch 100 Meter entfernt und RWE wartet nur darauf, auch noch die letzten 3 Höfe abreißen zu können. Doch dagegen regt sich Widerstand. Seit Jahren kämpfen Klimabewegung und Dorfbewohner:innen gemeinsam für den Erhalt des Dorfes. Mit dem Beginn der Rodungssaison Anfang Oktober rückt die Räumung immer näher. Doch das lassen wir nicht zu! Wir lassen nicht zu, dass Menschen weiter wegen Profiten für einige wenige ihrer Existenzgrundlagen beraubt werden!
Lasst uns gemeinsam nach Lützerath fahren, um das Dorf gegen die zerstörerische Profitgier von RWE zu verteidigen! 
Wir werden am 5.11. voraussichtlich gegen 14 Uhr losfahren und am 7.11. abends zurückkommen. Wenn ihr mitfahren wollt, kommt gerne entweder zum Klimatreffen am 26.10.2021(19 Uhr)oder zum KlimaTisch am 29.10.2021(19 Uhr)ins Barrio Olga Benario(Schlierseestr.21, um euch eine Karte für die Anfahrt zu kaufen. Falls ihr an diesen Terminen keine Zeit habt, könnt ihr uns auch gerne eine Mail an antikapitalistisches-klimatreffen@riseup.net schreiben.
Die Spendenempfehlung für die Karten liegt bei ca. 40-50€, wenn ihr euch keine Anfahrt leisten könnt, meldet euch bei uns, das bekommen wir solidarisch gestemmt!
Lützerath bleibt, RWE enteignen!

Auch nach der Wahl…

Die Bundestagswahlen sind vorbei. Die Ergebnisse sind nicht besonders überraschend, und für uns war schon vorher klar: die Klimakrise lässt sich nicht abwählen. Auch wenn sich die Regierung ändert, für uns bleibt es dabei: Klimagerechtigkeit erkämpfen wir auf der Straße und in den Betrieben!

Deshalb haben einige Menschen die noch stehenden Partei-Plakatständer genutzt, um sinnvollere Inhalte als Wahlkampf-Phrasen darauf zu verbreiten….

Die Grünen: Kriegstreiber, Klimakiller, Arbeiter:innenfeinde

Auf dem globalen Klimastreik haben wir mit einer Aktion das Wahlkampf-Spektakel der Grünen gestört. Die “grüne” Partei profitiert massiv von der Klimabewegung, aber hat immer wieder gezeigt, dass sie keine progressive Politik macht, sondern in der Regierung immer die Interessen des Kapitals vertritt. Mit “ehrlichen” Wahlplakaten haben wir auf verschiedene Entscheidungen der Grünen gegen die Klimabewegung in den vergangenen Jahren hingewiesen. Klimagerechtigkeit wird uns von keiner Partei geschenkt. Wir müssen uns selbst organisieren und eine neue Welt erkämpfen.

Unsere Wahl: Kampf dem Kapital! Klimastreik vor der Bundstagswahl

Heute sind wir in München mit ca. 29.000 Menschen zum globalen Klimastreik auf die Straße gegangen.

Wir haben unter dem Motto “Unsere Wahl: Kampf dem Kapital! Klimagerechtigkeit von unten erkämpfen” zu einem antikapitalistischen Block aufgerufen. Auch in vielen anderen Städten gab es Blöcke unter dem gleichen Motto.

Auf der Auftaktkundgebung konnten ein paar Menschen den Selbstinszinierung der Grünen stören. Dass diese Partei sich auf dem Klimastreik als Vorkämpfer für Klimaschutz darstellt, und noch ein bisschen Wahlkampf machen wollte, haben sich die Menschen nicht gefallen lassen. Die Grünen haben die IAA nach München geholt, den Danni räumen lassen und in BaWü regiert der grüne Autoministerpräsident Kretschmann. Außerdem sind die Grünen immer vorne mit dabei, wenn es um Aufrüstung und Außlandseinsätze der Bundeswehr geht.

Deshalb wurde der Block der Grünen von einem Transpi und ehrlichen Wahlplakaten abgeschirmt und in einem Moderationsbeitrag erklärt, warum für uns diese und andere Parteien keine Lösung der Klimakrise bieten.

Auf dem prall gefüllten Königsplatz konnten wir anschließend einen stabilen Block aufstellen, zusammen mit vielen anderen Gruppen und Antikapitalist*innen. Viele Menschen haben sich während der Demo spontan angeschlossenn und mit uns Parolen gerufen, so dass der Block am Ende auf mehrere Hundert Leute angewachsen ist. Mit vielen Transpis, Schildern, Fahnen und Parolen konnten wir einen kämpferischen Ausdruck auf die Straße bringen.

Als wir am Odeonsplatz vorbeigekommen sind, wo noch Überreste der IAA aufgebaut war, haben wir nochmal an die Proteste vor zwei Wochen erinnert. “Ob hier ob da, Smash IAA!” und “Das war die letzte IAA!” schallte über den Platz. Weiter ging es dann zurück zum Königsplatz. Anschließend sind viele Menschen noch gemeinsam zum Nockherberg gefahren, um den Wahlkampfabschluss von Merkel, Laschet und Söder zu stören.

Ein starker Tag: Lautstark haben wir heute klar gemacht: es gibt keinen grünen Kapitalismus! Und die Klimakrise lässt sich nicht abwählen. Wir wählen den Kampf auf der Straße und in den Betrieben.

Wer jetzt motiviert ist weiter zumachen: nächsten Dienstag ist unser nächstes offenes Klimatreffen, um 19 Uhr im Barrio Olga Benario

Unsere Wahl: Kampf dem Kapital! Auf zum antikapitalistischen Block auf dem Klimastreik am 24.9.

Am 26.9. findet die Bundestagswahl in Deutschland statt. Viele Klimaaktivist:innen sehen in ihr eine große, letzte Chance zur Veränderung. Fridays for Future nennt sie offensiv eine “Klimawahl”! Doch immer mehr Menschen wird bewusst: Die Klimakrise lässt sich nicht abwählen.

Alle paar Jahre finden Wahlen statt, in denen wir Vertreter:innen verschiedener Parteien wählen. Doch sind diese in Regierungsverantwortung, können wir immer wieder sehen: die Parteien handeln nicht nach unseren Interessen und Bedürfnissen, sondern nach denen des Profits. Im Kapitalismus ist es die Aufgabe jeder Regierung, ihre Hand schützend über das Kapital zu halten, um im internationalen Wettbewerb weiter fortbestehen zu können. So kommt es, dass auch linkere Parteien in der Regierung die Privatisierung von öffentlichen Plätzen, Sozialkürzungen oder auch Subventionen für Energiekonzerne aktiv durchsetzen müssen. Es ist egal, wer in der Regierung sitzt. Letzendlich werden die Entscheidungen immer von Kapitalist:innen beeinflusst und gesteuert. Denn sie besitzen die wirtschaftliche Macht und damit auch den größten politischen Einfluss. Im Kapitalismus gibt es keine Entscheidungen für uns, es gibt nur Entscheidungen für den Profit!

Natürlich kann es nicht schaden, linke Parteien mit progressiven Forderungen zu wählen. Doch uns muss klar sein: Alle paar Jahre wählen zu gehen und sein Kreuz zu setzen, wird nicht die notwendigen Veränderungen zur Bewältigung der Klimakrise bringen. Es reicht nicht aus, Apelle an Politiker:innen zu senden, die nie nach unseren Bedürfnissen handeln werden. Stattdessen müssen wir Klimagerechtigkeit eigenständig erkämpfen. Wir müssen eine reale Gegenmacht aufbauen und das ungerechte und undemokratische System Kapitalismus ein für alle mal stürzen.

Im Kapitalismus werden wir den Klimawandel nicht aufhalten können. Kämpfen wir also für ein demokratisches Wirtschaftssystem in unser aller Hände. Kommt am Freitag, den 24.9., mit uns in den antikapitalistischen Block am Großstreik auf dem Königsplatz. Wir sind in Bereich 4!

Das waren die Proteste gegen die IAA!

In den vergangenen Tagen haben wir als Bündnis “Smash IAA” gemeinsam mit vielen anderen Akteuren der Klimabewegung die Internationale Automobilausstellung (IAA) gestört und das Greenwashing der großen Konzerne aufgezeigt.

Schon im Vorfeld kündigte die Polizei ein enorm repressives Vorgehen gegen die Klimabewegung an und karrte in München das größte Polizeiaufgebot seit über 20 Jahren an. Den Versuch, jede Kritik an der IAA zu unterdrücken, bekamen wir schon am Anfang der Woche zu spüren. Unsere satirische Stadtführung über die “Open Spaces” der IAA am Mittwoch wurde von der Polizei unterbunden. Gleichzeitig wurden Aktivist:innen, die mit dem Zug angereist sind, direkt am Hauptbahnhof festgesetzt und stundenlang durchsucht.

Doch davon ließen wir uns nicht einschüchtern. Trotz der massiven Polizeipräsenz schafften wir es, mit zwei Fingern unbemerkt an verschiedene Orte in der Stadt zu gelangen. Unser erster Finger besuchte die IAA überraschend auf dem Königsplatz. Mit Rauch und lauten Parolen zogen knapp 50 Aktivist:innen vor den Stand von BOSCH. Dort hängten sie Banner mit Solidaritätsbotschaften an die Beschäftigten auf und verteilten Zettel mit der Botschaft “BOSCH enteignen!” Der Automobilzulieferer gibt sich als besonders umweltfreundlich und behauptet, seit Anfang des Jahres klimaneutral zu sein. Wie das zusammenpassen soll mit der Tatsache, dass BOSCH weiter Profite mit dem Verkauf von Verbrennerteilen macht, ist unklar.

Etwa zeitgleich machte sich ein zweiter Finger auf in Richtung des BOSCH Werks in Berg am Laim, in dem Teile von Verbrennermotoren hergestellt werden. Vor einigen Wochen wurde die Schließung des Werks angekündigt. Der vorgehaltene Grund war die Umstellung auf E-Mobilität und damit der Klimaschutz. Doch E-Autos sind nicht die Lösung der Klimakrise und das Werk wird auch nicht aus Liebe zur Umwelt geschlossen. Dahinter stehen viel mehr die Profitinteressen der Eigentümer:innen von BOSCH, die im Ausland für die Produktion der gleichen Verbrennerteile viel niedrigere Löhne zahlen wollen.

Statt einer Auslagerung der Produktion ins Ausland fordern die Beschäftigten eine Umstellung des Werks auf klimafreundliche und gesellschaftlich nützliche Produkte. Diese Forderungen griff unsere Aktion auf. So wurde vom Vordach des Werks ein Banner gehängt mit der Aufschrift “Gemeinsam kämpfen gegen Entlassungen und Klimazerstörung”. Auch in Redebeiträgen wurde auf die geplante Schließung des Werks eingegangen und ein gemeinsamer Kampf von Beschäftigten und Klimabewegung angekündigt.

Als gemeinsamen Abschluss unserer erfolgreichen Aktionswoche beteiligten wir uns am Samstag an der Großdemonstration gegen die IAA mit einem klassenkämpferischen Block. Mit organisierten Reihen und kämpferischen Parolen zogen wir durch die Münchner Innenstadt und setzten ein weiteres Zeichen gegen Greenwashing und Profitlogik. Auf die Angriffe der Polizei gegen den Block von Sand im Getriebe reagierten wir solidarisch und verteidigten die Demonstration gemeinsam.


Die vergangene Woche war ein wichtiges Zeichen aus der Klimabewegung. Wir sind mobilisierungsfähig. Wir sind stark. Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wenn die Polizei unseren Protest unterdrücken will, müssen wir uns besser organisieren und Wege finden, wie wir trotzdem unseren Ausdruck auf die Straße bringen können. Das hat in den letzten Tagen eindrucksvoll funktioniert.


Unsere Politik hört aber nicht an diesem Wochenende auf. Großevents wie die IAA sind eine gute Möglichkeit, mit vielen Menschen gemeinsam auf die Straße und in Aktionen zu gehen. Doch auch die restlichen Tage im Jahr müssen wir politisch aktiv sein und uns organisieren. Also schließt euch uns an und baut mit uns eine antikapitalistische und klassenkämpferische Klimabewegung auf!